Das große Robbensterben » Sommer 1988

Im europäischen Wattenmeer gehen 1998 60 Prozent des Seehundbestandes zugrunde. Das entspricht rund 8.500 Tieren. Direkte Todesursache ist das Seehundstaupe-Virus PDV (Phocine Distemper Virus). Indirekt wird die Meeres-
verschmutzung für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Insbesondere polychlorierte Biphenyle (PCB), die sich in der maritimen Nahrungskette an-
reichern, schwächen das Immunsystem und vermindern die Fruchtbarkeit.

Bereits fünf Jahre nach dem großen Sterben haben sich die Bestände in den Niederlanden, in Dänemark und Deutschland größtenteils wieder erholt, was die Wissenschaft überrascht. Gleichwohl will sie eine Wiederholung des Robben-
sterbens für die Zukunft nicht ausschließen, wenn das Meer nicht sauberer wird.  (LLa)

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