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2007, Josef H. Reichholf >> Klimawandel und Ressourcenverbrauch
*1945, dt. Biologe (Evolutionsbiologie, Zoologie) und Ökologe an der TU München und in der Zoologischen Staatssammlung München, WWF Deutschland, stark beachteter Autor, u.a. “Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends” (2007).
Süddeutsche Zeitung: “Die Erderwärmung wird für viele Menschen eine Katastrophe sein.”
Reichholf: “Wahrscheinlich. Doch was wäre geschehen, wenn Europa die Kohle und das Erdöl nicht entdeckt und genutzt hätte? Dann gäbe es wohl keine Wälder mehr. Und es wären Abermillionen weltweit elend zugrunde gegangen, denen aber geholfen werden kann, weil die Entwicklung Europas die großen Fortschritte in der Medizin und in der Landwirtschaft mit sich brachte."

1981, Hermann Remmert >> Ressourcenverbrauch
*1931, gest. 1994, als Zoologe und Ökologe ab 1976 Professor am Fachbereich Biologie der Philipps-Universität Marburg, Herausgeber der Zeitschrift “Oecologia”, Autor des Buches “Ökologie” u.a., Präsident der deutschen “Gesellschaft für Ökologie”, Entwickler der Mosaik-Zyklus-Theorie für (Wald-)Ökosysteme.
"Vielleicht sollte man sich ein Beispiel an einigen sozialistischen Ländern nehmen, die den Spruch entwickelten: ‘Wir können nur verbrauchen, was wir erarbeitet haben.’ Dennoch: Dieser Spruch ist falsch. Wir dürfen nur weniger verbrauchen, als wir erarbeitet haben, denn wir müssen einen erheblichen Teil unseres Erarbeiteten in die Erhaltung und Wiederherstellung unserer Umwelt stecken – und sei es in Gebieten, die viele tausend Kilometer entfernt sind."

1904, Ernst Rudorff / Bund Heimatschutz Dresden >> Naturschutz
Der Bund Heimatschutz wurde am 30.03.1904 von Ernst Rudorff in Dresden als einer der ersten deutschlandweiten Naturschutzorganisationen gegründet. Der heutige Name lautet Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, kurz BHU.
"Heide und Anger, Moor und Wiese, Busch und Hecke verschwinden, wo irgend ihr Vorhandensein mit einem sogenannten rationellen Nutzungsprinzip in Widerstreit gerät. Und mit ihnen verschwindet eine ebenso eigenartige als poetische Tier- und niedere Pflanzenwelt. […] Wir haben nicht die törichte Absicht, die außerordentlichen Errungenschaften der Gegenwart auf praktischem Gebiet zurückdrängen zu wollen. Wohl aber dürfen wir einen Ausgleich anstreben zwischen jener herzlosen Ausbeutung des Heimatbodens und den Forderungen des Gemüts, dessen Wurzeln keine Lebensnahrung mehr finden werden, wenn wir in gleichem Maße fortfahren, die Schönheiten des deutschen Landes achtlos zu vernichten."

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