Das Gold der W├╝ste ist der Tod des Meeres (Fortsetzung)

BP/Transocean: Bohrinsel Deepwater Horizon verursacht ├ľlkatastrophe ┬╗ 22.04.2010

Am Mittwoch, 21. April deutscher Zeit, ist die Bohrinsel 'Deepwater Horizon' des Bohrunternehmens Transocean im Golf von Mexiko rund 210 Kilometer s├╝d├Âstlich von New Orleans nach Explosion in Brand geraten und im Laufe des Donnerstag, 22. April, gesunken. ├ľl str├Âmt seitdem aus dem Bohrloch Mississippi Canyon 252.Umweltmuseum 4

115 Mitarbeiter, die auf der Bohrinsel gearbeitet haben, konnten gerettet werden, 11 weitere nicht.

Im Rahmen ihrer Bem├╝hungen um die Bek├Ąmpfung des im Golf von Mexiko ausgetretenen ├ľls hat BP (deutsche Marken: ARAL, CASTROL) am 28. April in Zusammenarbeit mit der US-K├╝stenwache einen Teil des ├ľlteppichs kontrolliert abgefackelt.

Das Westfalen-Blatt schreibt am 28. April: "Hier ist ein Naturparadies bedroht. Der Schaden, den Flora und Fauna dann n├Ąhmen, w├╝rde auch die Fischerei und die Landwirtschaft treffen. Es m├╝ssen also alle Register gezogen werden, um die ├ľlpest von der K├╝ste fernzuhalten. Kosten d├╝rfen dabei keine Rolle spielen. Schlie├člich hat Plattform-Betreiber BP den Gewinn im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Das britische Unternehmen verdiente bis Ende M├Ąrz satte 4,18 Milliarden Euro." 

WAZ: USA droht ├ľl-Katastrophe - Umdenken. Kommentar von Angelika W├Âlke

Essen (ots) - Niemand wei├č, wie es zu der ├ľl-Katastrophe im Golf von Mexiko kommen konnte. Die Plattform "Deepwater Horizon" z├Ąhlte zu den modernsten der Welt. Das Unternehmen TransOcean, das im Auftrag von BP das ├ľl aus 1500 Meter Tiefe f├Ârderte, ist ein globaler Player, der weltweit Umweltmuseum 5gr├Â├čte Spezialist f├╝r ├ľlbohrungen in der Tiefsee. Hohe Sicherheitsstandards attestieren sogar Umweltorganisationen wie Greenpeace dem Unternehmen.

Die Explosion vor der amerikanischen K├╝ste zeigt deutlich: Ein Restrisiko bleibt. Gerade in der Tiefsee. Reparaturen auf dem Meeresgrund sind hier weitaus schwieriger. Die Folgen f├╝r das marine Leben kann bislang keiner absch├Ątzen, weil ├╝ber das ├ľkosystem weniger bekannt ist als ├╝ber den Mond. Umweltmuseum 6

Von daher sollten die aktuellen Erweiterungspl├Ąne der Offshore-├ľl-F├Ârderung vor der US-K├╝ste, vor Alaska, in der Barentssee und in politisch so instabilen Gegenden wie vor Nigeria noch einmal ├╝berdacht werden. Das Meer als Rohstofflieferant wird zunehmend interessanter. Da gilt es, weltumspannend die Umwelt- Auswirkungen bei der Ausbeutung zu er├Ârtern. Naturschutz muss Priorit├Ąt vor den F├Ârderinteressen der Industrie erhalten. Umweltmuseum 7

Fotonachweis: United States Coast Guard,
U.S. Department of Homeland Security

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