Vertreibung durch Klimawandel: "Klimaexil für Millionen Menschen bald bittere Realität"

Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg machte anlässlich des Weltflüchtlingstages am Sonntag, den 20. Juni 2010, auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Vertreibung und Migration aufmerksam.

"Immer mehr Menschen müssen über kurz oder lang ihr Zuhause verlassen, weil sie dort keine Lebensgrundlage mehr haben. Das Klimaexil wird für sie zur bitteren Realität werden", so Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. Bereits heute seien Regen- und Dürreperioden unberechenbarer geworden, in Zukunft könnte auch ein ansteigender Meeresspiegel immer mehr Menschen in die Flucht treiben. Meist würden die Menschen innerhalb ihres eigenen Landes umsiedeln oder in der Region bleiben. Das bedeute eine zusätzliche Last für die häufig ebenfalls armen Gemeinden, die neue Bewohner aufnehmen. "Diese gezwungene Migration könnte verhindert werden, wenn es ausreichende Anpassungsmaßnahmen gäbe, die auf die Bedürfnisse der ärmsten Menschen eingehen", sagt Markmiller. Die Menschen bräuchten praktische Lösungsansätze wie beispielsweise dürre-resistentes Saatgut, alternative Einkommensmöglichkeiten sowie bessere Katastrophenvorsorge, um ihr Leben und ihren Besitz zu schützen.

Die CARE-Grafik zeigt weltweite Klima-Hotspots. Die Studie "Obdach gesucht. Auswirkungen des Klimawandels auf Migration und Vertreibung" und die Studie "Warten bis das Wasser kommt? Armutsbekämpfung in Zeiten des Klimawandels" können Sie auf www.care.de herunterladen. care_Hotspots des Klimawandels_low

Quelle: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

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