<< zurück

1984, Vitus B. Dröscher >> Artenschutz (Öko-Ethologie)
*1925, international einflussreicher Sachbuchautor und Wissenschaftsjournalist, Träger des Theodor-Wolff-Preises, studierte Zoologie und Psychologie (1947-1953).
"Am Anfang des Artenschutzes stand nur der gute Wille, Tiere vor dem Aussterben oder Ausgerottetwerden zu bewahren. Viele Fehler, die aus Unkenntnis tierlicher Verhaltensweisen entstanden, führten zu schweren Rückschlägen, aber auch dazu, daß die Verhaltensforschung immer weiteren Einzug in die Ökologie hielt. Inzwischen ist es fünf Minuten vor zwölf – oder gar schon später? Fortan darf keine  Zeit mit weiteren Fehlern verloren werden. Mit jeder Tierart, die ausstirbt, geht der Menschheit unwiederbringlich ein Stück Zukunft verloren."

1983, Heinz Dürr >> Ökonomie und Ökologie
*1933, Unternehmer und Manager, Großaktionär der Dürr-Gruppe, 1975-80 Vorsitzender des Verbandes der Metallindustrie BaWü und Präsidiumsmitglied Gesamtmetall, 1980-1990 Vorstandsvorsitzender AEG-Konzern, 1991-1997 Vorstandsvorsitzender Deutsche Bundes-/Reichsbahn bzw. Bahn AG.
"Nur der Konsens darüber, daß gruppenegoistisches Verhalten gefährlich ist, daß Ökonomie auch etwas mit Ökologie und – umgekehrt – Ökologie sicher auch etwas mit Ökonomie zu tun hat und daß wir nicht mehr ausgeben oder verschwenden können, als wir einnehmen oder erschließen, führt uns in eine menschliche Zukunft."

1981, Erhard Eppler >> Mensch und Natur
*1926, SPD-Spitzenpolitiker der 1970er und 1980er Jahre, 1968-1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammen- arbeit, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchenrates (1981-83) und Kirchentages (89-91), erfolgreicher Autor
(z.B. Wege aus der Gefahr, 1981) mit Einfluss auf die Umwelt- und Friedensbewegung sowie Eine-Welt-Gruppen.
"Teil des Bewußtseinswandels unserer Zeit ist ein neues Verhältnis zur Natur oder doch wenigstens das Bemühen darum. Natur als Materiallager, als Steinbruch, als Ausbeutungsobjekt - diese Vorstellung bestimmt zwar meist noch die Praxis, aber es gibt kaum noch jemanden, der sie öffentlich vertreten oder verteidigen wollte."

archaeologie-online_468x60_2