Erdbeben – Zerstörung im Alpenraum » 25.01.1348

In einem Umkreis von 600 km verändert 1348 ein gewaltiges Erdbeben die Siedlungslandschaft im Alpenraum. Das Epizentralgebiet liegt in Villach-
Dobratsch (Kärnten/Österreich), die Intensität bei 6,5 bis 7 gemäß Richterskala. Das Ereignis selbst, die wochenlangen Nachbeben und die katastrophalen Folgen (Verschüttungen, Überschwemmungen etc.) sind vielfältig dokumentiert, nicht nur durch Chronisten im Hauptschadensgebiet sondern auch z. B. im heutigen Oberitalien und Bayern. Tausende sterben. Burgen, Klöster, Dörfer und ganze Städte werden zerstört, noch in 200 km Entfernung vom Epizentrum stürzen Bauwerke ein.

Das Beben gilt als das verheerendste des gesamten Mittelalters. Nach der Starkbebenchronik, die der Niederösterreichische Zivilschutzverband (NÖZSV) bis ins Jahr 1201 zurückverfolgt, ist es bis heute die stärkste Erderschütterung Österreichs. (LLa)

Foto Ludger Dederich

Zu allen Zeiten warfen Erdbeben die Entwicklung der Menschheit zurück. Hier ein Foto aus Bam (Iran), wo 2003 ungefähr 30.000 Menschen getötet wurden. (Foto: Ludger Dederich)

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